Veröffentlicht: 04.06.2011 unter Ortsverein

Halbwertszeit für Atomkraft: SPD unterstützt bundesweiten Protest des BUND in Magdeburg

Das Kernkraftenergie nicht die nachhaltigste und sicherste Form der Energieerzeugung ist, wurde selbst der Bundesregierung nach Fukushima bewusst. Es scheint zwar sicher, dass der Ausstieg kommt, jedoch gibt es unterschiedliche Ansichten über den Zeitraum. Die SPD favorisiert die zügigste Variante, während sich Union und FDP für einen langsamen Ausstieg bis 2021 aussprechen. Die FDP stellt zudem Überlegungen an, darüber hinaus einige Kernkraftwerke in der „Kalten Kraftwerksreserve“ vorzuhalten. Darunter versteht man Kraftwerke, die zwar abgeschaltet sind, jedoch in Krisenzeiten innerhalb von wenigen Wochen wieder angefahren werden könnten, um Stromversorgungslücken zu decken.

Um die Bundesregierung nachdrücklich aufzufordern, einen möglichst schnellen Ausstieg anzustreben, rief der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am 28. Mai bundesweit zu Protestkundgebungen auf. Unter dem Motto “Atomkraft –Schluss!” demonstrierten in über 20 Städten insgesamt 160.000 Menschen für ein schnelles Ende der Atomkraft. In Magdeburg folgten 1.000 BürgerInnen dem Aufruf.

Die SPD und insbesondere die Jusos Magdeburg beteiligten sich auf Einladung des BUND Sachsen-Anhalt an dieser sinnvollen Kundgebung in unserer Landeshauptstadt und setzten gemeinsam ein Zeichen. So wurde der zentrale monatliche Infostand des SPD-Stadtverbandes auf die Abschlusskundgebung des Demonstrationszuges verlegt und informierte über die Position der SPD zur Atomkraft und zur landesweiten Kampagne „Arbeit statt Kernkraft“. Einen Dank für die Vorbereitung gilt Yves Metzing, Friederike Rösler und dem SPD-Ortsverein Magdeburg Mitte.

Martin Berlin

Veröffentlicht: 04.06.2010 unter Ortsverein

Frühjahrsputzaktion

FrühjahrsputzaktionDie Mitglieder des SPD-Ortsvereins Magdeburg Mitte/Altstadt versammelten sich zu einer ganz besonderen Aktion. Der vom Ortsverein in Patenschaft genommene Spielplatz in der Max-Otten-Straße wurde von 15 engagierten Mitgliedern des Ortvereins wieder auf Vordermann gebracht. Ausgestattet mit Schaufeln, Besen, Haken, Müllsäcken und jeder Menge Elan, machten sie sich daran, das Areal von Laub und Müll zu befreien und ihn fit für den Frühling und Sommer zu machen.

Veröffentlicht: 04.02.2010 unter Ortsverein

65. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs

Meile der DemokratieRund 1.000 Mitglieder der rechtsextremen Szene führten am 16. Januar einen Gedenkmarsch anlässlich des 65. Jahrestages der Zerstörung Magdeburgs durch. Dazu hatte die rechtsextremistische „Initiative gegen das Vergessen“ zusammen mit NPD und JN bundesweit aufgerufen.

Es ist traurige Tradition in der organisierten rechten Szene, die Opfer der Bombardierung und die Zerstörung Magdeburgs am Ende des zweiten Weltkrieges für ihre Zwecke umzudeuten und zu Märtyrern des Nationalsozialismus zu verklären. Die Schuld der Nazis an dem grausamen Weltkrieg leugnen die Ewiggestrigen ebenso wie die Kriegsverbrechen von SS und Wehrmacht.

Auf der Gegenseite formierten sich über 5.000 Bürgerinnen und Bürger zur der „Meile der Demokratie“, um ein deutliches Zeichen gegen den Rechtsextremismus zu setzen. Das örtliche „Bündnis gegen Rechts“ und die Stadt Magdeburg hatten insgesamt 115 gesellschaftliche Gruppen auf dem Breiten Weg versammelt, darunter die Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Sportvereine, die Jugendfeuerwehr und die demokratischen Parteien. Es gab zahlreiche öffentliche Diskussionen, Auftritte von Bands und ein Band der Demokratie quer durch die Innenstadt und rund um das Rathaus.

Die SPD war mit einem gemeinsamen Stand des Stadtverbandes Magdeburg und des Juso-Landesarbeitskreises gegen Rechtsextremismus vertreten. Unterstützt wurden sie u.a. von Burkhard Lischka, Mitgliedern des Juso-Landesvorstandes und der Juso-Hochschulgruppe Magdeburg. Die vielen engagierten Genossinnen und Genossen am Stand versorgten interessierte Bürger nicht nur mit umfangreichem Material über den Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt – der Juso-LAK gegen Rechts hatte eigens einen regionalen Informationsflyer zu rechten Aktivitäten in Sachsen-Anhalt erstellt – sondern auch mit Glühwein, um der Kälte zu trotzen.

Die „Meile der Demokratie“ erstreckte sich vom Opernhaus bis zum Hasselbachplatz, also durch die ganze Innenstadt. Damit wurde auch in diesem Jahr das Hauptziel der Meile erreicht: nämlich die Rechtsextremen weitestgehend aus der Magdeburger Innenstadt herauszuhalten zu halten. Stattdessen mussten sie auf die Nebenroute vom Hauptbahnhof, vorbei am Innenministerium bis hin zum Bahnhof Buckau ausweichen. Trotzdem kam es zu einem kleineren Zwischenfall, als ein Teil der rund 450 Demonstranten aus der linken Szene versuchte, den Nazi-Aufmarsch in der Nähe des Hasselbachplatzes zu stoppen. Die Polizei – mit gut 1.200 Beamten aus fünf Bundesländern vor Ort – hatte die Lage jedoch gut im Griff und unterband den Versuch. Die Nazis fuhren dann nach Hause und der Spuk hatte ein Ende – bis zum nächsten Jahr.

Martin Berlin

Veröffentlicht: 01.06.2009 unter Ortsverein

Ortsverein bringt Spielplatz in Schuss

Ortsverein bringt Spielplatz in SchussAn der diesjährigen Frühjahrsputzaktion „Magdeburg putzt sich fürs Domjubiläum“, bei dem sich insgesamt 8.000 Teilnehmer, mit 313 Einzelaktionen angemeldet hatten, wollte auch der SPD-Ortsverein Magdeburg Mitte /Altstadt nicht fehlen.

Nach der Devise „Reden tun viele, Handeln die wenigsten“, griffen die Ortsvereinsmitglieder von 9:00 bis 12:00 Uhr zu Spaten, Besen, Hake und blauen Säcken, um den Kinderspielplatz in der Hegelstraße auf „Vordermann“ zu bringen. Überraschender Weise hielt sich der Verschmutzungsgrad relativ in Grenzen. Trotzdem war die Ausbeute an aufgesammelten Unrat, Glas- und Plastikflaschen und Verpackungsresten recht ansehnlich. Im Verlauf des Einsatzes konnten 5 blaue Säcke und die Überreste eines Klappstuhls (Marke: DDR-Produktion) an die Stadtreinigungsbetriebe übergeben werden. Zwischendurch blieb zudem noch Zeit ein Putzteam zum Hasselbachplatz zu schicken, nachdem uns der Hinweis auf zahlreich zerbrochenes Glas auf Rad- und Fußweg zugesteckt wurde.

Für den Ortsverein steht übrigens fest, dass es nicht bei einer Einzelaktion bleiben wird. Wie einstimmig auf der letzten Ortsvereinssitzung beschlossen wurde, strebt der Ortsverein eine langfristige Patenschaft mit dem Spielplatz an. Ziel wird es sein, nicht nur in regelmäßigen Abstand weitere Putzaktionen durchzuführen, sondern sich auch politisch für Verbesserungen einzusetzen. So ist nach Meinung des Ortsvereins, eine verbesserte Beleuchtung sowie die Einrichtung einer öffentlichen Toilette im Umfeld des Spielplatz notwendig. Und was sagt der Ortsvereinsvorsitzende dazu?

Martin Rohrßen: „Reden kann man viel, aber man muss auch mal anpacken. Es war uns wichtig, uns an der Aktion zu beteiligen. Die Idee, sich verstärkt um den Kinderspielplatz zu kümmern, kam uns bereits letztes Jahr. Alle im Ortsverein freuen sich schon auf den Arbeitseinsatz. Ich hoffe wir können damit einen kleinen Teil dazu beitragen, den Platz für die Kinder der Umgebung noch attraktiver zu machen.“

Martin Berlin

SPD Sachsen-Anhalt
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